Header-Bild: Heilquellenschutzgebiet

BESONDERER SCHUTZ DURCH DEN FREISTAAT BAYERN

Die Quellen des Staatl. Mineralbrunnens liegen im Heilquellenschutzgebiet.
Seit Anfang des 19. Jahrhunderts ist dieses Gebiet frei von landwirtschaftlicher Nutzung und Industrie.
Auf Betreiben König Ludwigs I. wurden bereits um 1820 zahlreiche Maßnahmen zum Schutz der Natur ergriffen.
Auch heute noch befinden sich die Quellen im Besitz des Freistaates Bayern. Zum Schutz, zur Pflege und Erhaltung der Quellen wird kontinuierlich in entsprechende Schutz- und Vorsorgemaßnahmen investiert.

DAS HEILQUELLENSCHUTZGEBIET

Das Heilquellenschutzgebiet Bad Brückenau (grün markiert) und Kernzone (rot markiert).
Im gesamten Gebiet gelten höchste Anforderungen an den Wasserschutz. Das Wasserwirtschaftsamt Bad Kissingen überprüft regelmäßig Menge und Qualität des Mineral- und Heilwassers, um zu gewährleisten, dass die Quellen nicht beeinträchtigt werden. Das Wasserwirtschaftsamt begutachtet und überwacht außerdem notwendige Bodeneingriffe innerhalb des Heilquellenschutzgebietes.

Die höchste Sicherheit der Quellen ist dadurch garantiert.

 

ANFORDERUNGEN AN DEN QUELLENSCHUTZ.

Die Landesregierung des Freistaates Bayern setzt durch Rechtsverordnung das Gebiet zum Schutz der staatlich anerkannten Heilquellen des Staatsbades Brückenau fest. Der Heilquellenschutz (§§ 50-53 des Wasserhaushaltsgesetzes) beinhaltet Maßnahmen, die das Gebiet vor nachteiligen Einwirkungen schützen, wie das schädliche Abfließen von Niederschlagswasser, Abschwemmen und Eintrag von Bodenbestandteilen, Dünge- oder Pflanzenbehandlungsmitteln.
Außerdem ist die Verletzung der Deckschicht verboten.

Es gelten Verbote bzw. Nutzungsbeschränkungen unter anderem für:
          •        Bebauung
          •        Bodennutzung mit Verletzung der oberen Bodenschichten
          •        Landwirtschaft, besonders bzgl. Düngung
          •        Straßenbau
          •        Tourismus
          •        Umgang mit wassergefährdenden Stoffen
          •        Ablagern von Schutt, Abfallstoffen, wassergefährdenden
                    Stoffen
          •        Anwendung von Gülle, Klärschlamm, Pflanzenschutz- und
                    Schädlingsbekämpfungsmittel,
          •        Massentierhaltung, Kläranlagen, Sand- und Kiesgruben

ÖKOLOGIEKONZEPT

Den Bedrohungen des Naturraums Staatsbad setzen Stadt, Staatsbad und Mineralbrunnen seit 1993 mit dem „Forum Ökologie“ ihr Ökologiekonzept entgegen. Es gilt das zu bewahren, woran schon König Ludwig I. großen Gefallen fand.
Seither wurde eine Vielzahl von Maßnahmen umgesetzt:
• Renaturierung der Sinn in einem Abschnitt von 100 m
• Ufersicherung durch Anpflanzung von heimischen Gehölzen (Erle, Weide)
• ungemähte Uferrandstreifen von 5 bis 10 Metern als Rückzugsort für Insekten
• Ansiedlung von Wildpflanzen (z.B. Schachbrettblume)
• Erfassung des Baumbestandes in einem Baumkataster für alle 48 Hektar Staatsbadfläche,
   um Art, Zustand und Anzahl der Bäume zu erfassen
• Schutz wertvoller Bäume
• Anlage eines Heilkräutergartens
• Schutz von Wildpflanzen in Feuchtgebieten, wie dem „Sonnentau“
• Anlage von Obstbaumwiesen mit alten Apfelsorten
• Errichtung einer Kompostieranlage
• Entwicklung eines umweltfreundlichen Kurbereichsverbundsystem
   für den Nahverkehr
• Flächenentsiegelung und Grünplankonzept

ÖKOLOGISCHE ERFOLGE 

Am Wildbach Sinn, auf Wiesen und in Feuchtgebieten sind seltene Tier- und Pflanzenarten zurück gekehrt. So findet man wieder den Biber und den schillernden Eisvogel. Und auch die Schachbrettblume ziert im Frühling wieder die Auwiesen.
In einem besonderen Feuchtareal ist der seltene Sonnentau, eine fleischfressende Pflanze zu finden.
Eine Rarität, die nur in Gebieten gedeiht, die keine erhöhten Nährstoffeinträge z.B. durch intensive Weidewirtschaft verzeichnen.